Kontinuität als Stärke – TV Refrath geht in seine 15. Bundesligasaison

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Kontinuität als Stärke – TV Refrath geht in seine 15. Bundesligasaison

In zwei Wochen beginnt die neue Bundesligasaison für den TV Refrath mit zwei Auswärtsspielen, bevor es am Dienstag, den 26.9. um 19 Uhr in der Halle Steinbreche zum Aufeinandertreffen mit SC Union Lüdinghausen kommt.

Der dritte Platz in der jüngst abgelaufenen Bundesligasaison war für den TV Refrath ein großer Erfolg. Im Quartett mit drei deutlich finanzstärkeren Vereinen präsentierten sich die Bergischen Ende April in Saarbrücken zwar als einer der Verlierer, fühlten sich aber dennoch als Gewinner.

In der Punkterunde hatte sich der TVR immerhin gegen die Konkurrenz aus Beuel, Lüdinghausen und Wittorf durchgesetzt, die ebenfalls das Erreichen der Playoffs als Ziel ausgelobt hatten.

Auch in diesem Jahr wird es der genannte Kreis sein, der sich um den vierten Platz im Final Four streiten wird. „Die drei Clubs 1.BC Bischmisheim, 1.BC Wipperfeld und SV Fun Ball Dortelweil spielen in einer anderen Liga“, so Heinz Kelzenberg, der seit dem Aufstieg 2009 in Refrath die Fäden in der Hand hält. „Natürlich kann man auch mal gegen diese drei punkten, doch am Ende zweifelt niemand daran, dass sie die Endrunde erreichen“.

Der Hauptunterschied in der 1.Badminton Bundesliga zwischen den 9 Teams liegt nicht nur in der unterschiedlichen Qualität der Mannschaften, sondern vor allem in der Größe der Kader. Kelzenberg: „Der erste Anzug kann sich bei allen Clubs wirklich sehen lassen, doch dahinter gibt es riesige Unterschiede“.

Julia Meyer im neuen TVR-Damendoppel

Im neuen Kader des TV Refrath findet man nur einen neuen Namen: Die 19-jährige Mülheimerin Julia Meyer wechselte aus der 2. Bundesliga an die Steinbreche. Sie bildet mit Leona Michalski das neue TVR-Damendoppel und beide spielen auch international zusammen. Die stärkste Dame im Refrather Kader ist die Holländerin Debora Jille, sie wird jedoch wegen der Olympia-Qualifikation nur sehr selten auflaufen.

Schöffski für Spöri

Einen Wechsel gab es im Dameneinzel. Florentine Schöffski aus der 2.Mannschaft „beerbt“ Ann-Kathrin Spöri, die jedoch in der 2.Mannschaft weiter aushelfen wird.

Bourakkadi ein weiterer Aufsteiger

Neben Schöffski hat sich auch Malik Bourakkadi in der letzten Saison für das 1.Team empfohlen und wird nun zum Stammspieler. Er soll mit Jan Colin Völker das 1.Herrendoppel bilden und das in einer Vielzahl von Spielen, weil der Schotte Adam Hall ebenfalls in der Olympia-Qualifikation steckt.

Schwenger und Beck als wichtige „Amateure“

Neben der Vielzahl an Badmintonprofis gehören nach wie vor die beiden Ex-Nationalspieler Raphael Beck (31) und Max Schwenger (30) zum Kader. Heinz Kelzenberg: „Sie sind unsere beiden Legenden im Team, am längsten mit dabei, mit viel Herz für das Team und unseren Verein“.

Roth, Kim und Holtschke ein starkes Trio 

Unverändert bleibt das blau-weiße Herreneinzeltrio zusammen. Fabian Roth ist weiterhin die starke Refrather Nummer Eins und mit dem Dänen David Kim und Brian Holtschke stehen zwei Akteure mit Potenzial zum Publikumsliebling dahinter.

 

Tendenziell haben sich die Teams aus dem Mittelfeld der letzen Saison eher gut verstärkt. Der 1.BC Beuel gilt in den Augen von Heinz Kelzenberg als heißester Anwärter auf den vierten Platz im Final Four, aber auch Lüdinghausen, Wittorf und Schorndorf sind keinesfalls schwächer als in der Vorsaison, Neuhausen-Nymphenburg kann man noch nicht so recht in die Karten schauen.

Kelzenberg: „Die gute Nachricht ist sicherlich, dass kein Team direkt absteigen wird, doch niemand wünscht sich Tristesse, also eine langweilige Saison, in der es um nichts geht. Von daher ist es unser Ziel, das Viertelfinale, also mindestens Platz 6 zu erreichen“.

Mittelfristig, das heißt ab der Saison 2025/26 scheint sich die Bundesliga verkleinern zu wollen, d.h. von 10 auf 8 Clubs zu reduzieren.

Foto: Roswitha Honnef

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